Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


network

Netzwerkeinstellungen / Network

Grundvoraussetzung für die Einrichtung eines Backends ist der Aufbau einer Verbindung zwischen Ladepunkt und Netzwerk (Internet oder privates Netz). Die Schritte zur Einrichtung einer Netzwerkverbindung unterscheiden sich je nach Szenario:

Falls Sie kein Backend verwenden möchten, so müssen Sie an dieser Stelle keine Netzwerkverbindung konfigurieren. Sie können dann im Feld Connection Type „No Backend“ auswählen.

  • Szenario 1: Anbindung via GSM

Jeder Ladepunkt wird über das Mobilfunknetz (Global System for Mobile Communications - GSM) an das Netzwerk/Backend angebunden. Hier erfahren Sie welche Konfiguration Sie vornehmen müssen, um Ihren oder Ihre Ladepunkt(e) via GSM bzw. LTE mit dem Backend zu verbinden.

  • Szenario 2: Anbindung via Ethernet

Jeder Ladepunkt wird durch LAN/Ethernet mit einem Router und darüber mit dem Backend verbunden. Hier erfahren Sie welche Konfiguration Sie vornehmen müssen, um Ihren oder Ihre Ladepunkt(e) via Ethernet und Router mit dem Backend zu verbinden.

  • Szenario 3: Anbindung via WiFi

Jeder Ladepunkt wird über WiFi mit einem Router verbunden. Hier erfahren Sie welche Konfiguration Sie vornehmen müssen, um Ihren oder Ihre Ladepunkt(e) via WiFi und einem Router mit dem Backend zu verbinden.

  • Szenario 4: Anbindung via Gateway

Ein Ladepunkt fungiert als Gateway, über welches die anderen Ladepunkte an das Internet angebunden werden. Hierunter fallen in der Regel auch Doppelladesäulen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Ladepunkte entsprechend konfigurieren müssen.



Konfiguration einer GSM-Netzwerkverbindung

Allgemeine Beschreibung

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Ladepunkt über das Mobilfunknetz mit dem Internet oder privaten Netzwerk verbinden. Das ist die Grundvoraussetzung, um diesen an das Backend anzubinden.

Voraussetzungen

  • Der Controller Ihres Ladepunktes verfügt über ein GSM-Modul sowie über eine Antenne
  • SIM-Karte vom Backendbetreiber oder vom Mobilfunkanbieter ist vorhanden und aktiviert
  • SIM-Karte im SIM-Slot des Controllers eingesteckt

Übersicht

Parameter Wert Beschreibung
Connection Type GSM Gibt an wie sich Ladepunkt mit Backend verbindet
Access Point Name (APN) siehe Information von Ihrem BackendanbieterAPN des Backendbetreibers
APN Usernamesiehe Information von Ihrem Backendanbieter
APN Passwordsiehe Information von Ihrem Backendanbieter
Simcard PIN NumberSollte zusammen mit SIM-Karte vorliegen
Network selection modeAuto; Manual; Manual/AutoSucht und verbindet sich automatisch oder manuell mit Mobilfunknetzbetreiber (Network operator)
Scan network operators at bootNur relevant, wenn Network selection mode nicht auf Auto gesetzt ist
Modem Access TechnologyAuto; 2G; 3G; 4GMobilfunkstandard für die Kommunikation zwischen Ladepunkt und Backend
Requested Network operatorNur relevant, wenn Network selection mode nicht auf Auto gesetzt ist
Network operator name formatNur relevant, wenn Network selecction mode nicht auf Auto gesetzt ist

Konfiguration

Wählen Sie im ersten Schritt bei Connection Type „GSM“ aus. Anschließend müssen Sie Einstellungen zu den folgenden Parametern vornehmen:

Access Point Name (APN)

Tragen Sie hier den APN Ihres Backendanbieters bzw. Mobilfunkanbieters ein. Je nach APN müssen Sie ggf. auch einen APN Username sowie ein APN Password in die entsprechenden Felder eintragen. Diese Informationen stellt Ihnen Ihr Anbieter zusammen mit der SIM-Karte zur Verfügung.


Simcard PIN Number

Um Ihre SIM-Karte zu entsperren, müssen Sie hier die entsprechende PIN eintragen. Die PIN stellt Ihnen ebenfalls Ihr Anbieter zusammen mit der SIM-Karte zur Verfügung. Falls dies nicht der Fall ist, sollten Sie sich mit Ihm in Verbindung setzen. Oftmals wird die PIN „0000“ verwendet.


Network selection mode

Hier können Sie auswählen, ob das GSM-Modem automatisch (Auto) nach Mobilfunknetzbetreibern (Network operators) suchen bzw. sich automatisch verbinden soll oder manuell. In den meisten Fällen fallen dabei keine Roaming-Gebühren an (außer an Landesgrenzen bzw. EU-Außengrenzen). Folglich können Sie den Modus in der Regel auf „Auto“ setzen. In Regionen mit geringer Netzabdeckung kann es jedoch vorkommen, dass das GSM-Modul im Auto-Modus oft zwischen den Netzen springt. In diesem Fall empfiehlt sich eher die Einstellung „Manual/Auto“. Hier erfahren Sie, wie Sie einen festen Netzbetreiber konfigurieren können.

Falls Sie den Network selection mode auf „Auto“ gesetzt haben, so können Sie die Felder Scan network operators at boot, Requested Network operator und Network operator name format ignorieren.

Modem Access Technology

In diesem Feld können Sie den Mobilfunkstandard für die Kommunikation zwischen Ladepunkt und Backend auswählen. Im Auto-Modus wählt das Modem automatisch den besten verfügbaren Standard aus. Diesen Auto-Modus empfehlen wir grundsätzlich. Damit kann in der Regel eine stabile Verbindung sichergestellt werden. An Standorten mit einem sehr schwachen Netz, wie beispielsweise in entlegenen Regionen oder in Tiefgaragen, ist hingegen die Festlegung auf 2G sinnvoll. Damit ist die Verbindung zwar sehr langsam, aber stabiler. Die Konfiguration auf 4G sollte nur dann vorgenommen werden, wenn der Controller über ein 4G Modul und eine entsprechende Antenne verfügt. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass das LTE-Netz am Standort durchgehend verfügbar ist.

Speichern Sie abschließend alle Änderungen mit „Save & Restart“ ab.

Hinweis: Unter Mobile Network Operator im State-Menü können Sie überprüfen, ob (und über welchen Mobilfunknetzbetreiber) der Ladepunkt mit dem Internet verbunden ist.

Beispielkonfiguration

Exemplarisch finden Sie hier die Konfiguration für eine Verbindung mit dem Backendanbieter „Chargecloud“. Relevant sind hierbei alle Parameter innerhalb des roten Rahmens. Da bei dem Network selection mode die Option „Auto“ ausgewählt wurde, sind die Parameter Scan network operators at boot, Requested Network operator sowie Network operator name format irrelevant.

Hier finden Sie eine Übersicht über verschiedene Backendanbieter mit den entsprechenden Konfigurationen.

Nächste Schritte

Network Operator manuell festlegen

Allgemeine Beschreibung

Um eventuell anfallende Roaming-Gebühren wie beispielsweise an Landesgrenzen zu vermeiden oder im Falle instabiler Netzverbindungen, ist es sinnvoll, den Mobilfunknetzbetreiber manuell festzulegen.

Übersicht

Parameter Wert Beschreibung
Network selection modeManual; Manual/AutoVerbindung ausschließlich (manual) oder nach Möglichkeit (manual/auto) mit einem bevorzugtem Mobilfunknetzbetreiber (Network operator)
Scan network operators at bootOn; Off Beim Neustart wird nach Netzwerkbetreibern gesucht und alle verfügbaren werden angezeigt.
Requested Network operator(z.B. Vodafone) Name des bevorzugten Mobilfunknetzbetreibers
Network operator name formatAlphanumeric long; Alphanumeric short; NumericAlphanumeric long bis zu 16 Zeichen (Buchstaben und Zahlen); Alphanumeric short bis zu 8 Zeichen

Konfiguration

Wählen Sie beim Network selection mode „Manual“ aus. Dadurch versucht sich das GSM-Modem ausschließlich mit dem Netz des Anbieters zu verbinden, der im Feld Requested Network operator definiert wurde. Geben Sie also dort den Namen des gewünschten Anbieters ein.

Bei der Eingabe müssen Sie das korrekte Format beachten. Dieses können Sie auch im Feld Network operator name format konfigurieren. „Alphanumeric short“ entspricht beispielsweise einem Namen mit bis zu 8 Zeichen.

Falls Sie den korrekten Namen mit dem entsprechenden Format nicht kennen, so können Sie einen Suchlauf nach verfügbaren Netzen starten. Aktivieren Sie hierfür Scan network operators at boot, indem Sie dieses auf „on“ setzen und klicken Sie anschließend auf „Save & Restart“.

Hinweis: Nach jedem Neustart wird der Parameter Scan network operators at boot automatisch wieder auf „off“ gesetzt.

Wenn Sie nach dem Neustart in das Menüfeld „State“ gehen, werden Ihnen hier unter „Available networks“ alle verfügbaren Netzbetreiber angezeigt. Der Suchlauf kann jedoch auch nach dem Neustart noch einige Minuten in Anspruch nehmen. Sie sollten die Seite währenddessen regelmäßig aktualisieren. Wenn der Suchlauf abgeschlossen ist, werden alle verfügbaren Mobilfunknetzbetreiber in den drei verschiedenen Eingabeformaten angezeigt (siehe Abbildung).

Von hier können Sie den Namen des gewünschten Anbieters in das Feld Requested Network operator übertragen. Beachten Sie dabei das korrekte Eingabeformat. Sollte Ihr gewünschter Netzbetreiber nicht verfügbar sein, so sollten Sie sich mit diesem in Verbindung setzen.

Bei der Auswahl Manual/Auto versucht sich das Modem erst manuell mit dem spezifizierten Netzbetreiber zu verbinden. Erst falls dies nicht gelingen sollte, springt es in den Auto Modus.

Speichern Sie Ihre Eingaben mit „Save & Restart“ ab.



Konfiguration einer LAN/Ethernet - Netzwerkverbindung

Allgemeine Beschreibung

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Ladepunkte über Ethernetkabel in ein bestehendes lokales Netzwerk integrieren können, um diese mit dem Internet zu verbinden. Das ist die Grundvoraussetzung für die Anbindung der Ladepunkte an ein Backend.

Voraussetzungen

  • Ihr Ladepunkt verfügt über einen Ethernet-Adapter
  • Es besteht bereits ein lokales kabelgebundenes Netzwerk, welches über einen Router mit dem Internet verbunden ist
  • Ihr Ladepunkt ist an Ihr lokales Netzwerk angebunden

Übersicht

Parameter Mögliche Werte Beschreibung
Connection Type Ethernet Gibt an wie sich Ladepunkt mit Backend verbindet
Mode for network configuration Auto (DHCP Client); Manual config; DHCP server Verschiedene Konfigurationsarten für die Integration in das Netzwerk

Ethernet Netzwerkkonfiguration

Wählen Sie bei Connection Type „Ethernet“ aus.

Bei den weiteren Einstellungen wird zwischen einer automatischen und einer manuellen Konfiguration des Netzwerkes unterschieden, welches Sie unter Mode for network configuration festlegen. Die automatische Konfiguration erfolgt über das so genannte Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP). Dabei werden die Parameter automatisch durch den Server vergeben bzw. festgelegt. Die meisten Router bieten diese Technologie an. Einige Netzwerke erfordern jedoch eine feste Zuordnung der Parameter. Hierzu muss der manuelle Modus (Manual config) ausgewählt werden. Bevor Sie die Ladepunkte entsprechend konfigurieren, sollten Sie zunächst ermitteln, ob der Router Ihres lokalen Netzwerks DHCP unterstützt bzw. anbietet.

Hinweis: Die Konfigurierung als DHCP-Server wird hier nicht beschrieben. Diese Einstellung dient zur Konfiguration eines Gateways (Szenario 4).

Szenario 1: Auto DHCP Client

Falls Ihr Router die IP-Adressen automatisch vergibt, so wählen Sie bei dem Mode for network configuration „Auto (DHCP Client)“ aus.

Parameter Beschreibung
DHCP client hostname Hostname string
DHCP client request retries Anzahl der Verbindungsversuche
DHCP client request timeout Timeout in Sekunden
DHCP client request delay Angabe in Sekunden

In der Regel können Sie die voreingestellten Werte der vier relevanten Parameter direkt übernehmen. Die Standardwerte sehen Sie auch in der folgenden Abbildung. Ob eine und (falls ja) welche ID im Feld DHCP client hostname eingetragen werden muss, richtet sich nach Ihrem Netzwerk. Setzen Sie sich hierzu ggf. mit dem Netzadministrator in Verbindung.

Speichern Sie Ihre Eingaben mit „Save & Restart“ ab.

Beispielkonfiguration mit Standardwerten:

Szenario 2: Manual config

Zur Integration des Ladepunktes in ein bestehendes Netzwerk, bei dem der Router kein DHCP anbietet, wählen Sie bei dem Mode for network configuration „Manual config“ aus.

Parameter Mögliche Werte Beschreibung
Static network configuration IP Üblich: 192.168.xxx.xxx Statische LAN-IP-Adresse des Ladepunktes
Static network configuration netmask Üblich: 255.255.255.0 Statische LAN-IP-Netzwerkmaske des Ladepunktes
Static network configuration gateway Üblich: 192.168.xxx.1 IP-Adresse des Gateways/Routers
Static network configuration DNS IP-Adresse des Servers für die Namensauflösung

Hierbei müssen Sie die einzelnen Parameter selbst eintragen. Setzen Sie sich hierfür mit Ihrem Netzadministrator in Verbindung und fragen Sie die einzelnen Parameter ab. Tragen Sie die Angaben dann in die vorgesehenen Felder ein und speichern Sie Ihre Eingabe mit „Save & Restart“ ab.

Beispielkonfiguration:

Nächste Schritte

Konfiguration einer WiFi-Netzwerkverbindung

Allgemeine Beschreibung

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Ladepunkt bzw. Ihre Ladepunkte in ein bestehendes WLAN/WiFi-Netzwerk integrieren können.

Voraussetzungen

  • Ihr(e) Ladepunkt(e) verfügt/en über einen WLAN-Adapter
  • Es besteht bereits ein drahtloses Netzwerk, welches mit dem Internet verbunden ist
  • Die Ladepunkte befinden sich in der Reichweite des Netzwerks

Übersicht

Parameter Wert Beschreibung
Connection Type WLAN Gibt an wie sich Ladepunkt mit Backend verbindet
WLAN enabled On WLAN des Ladepunktes aktiviert
WLAN SSID Zeichenkette Name des WLAN Netzwerkes
WLAN Passwort Zeichenkette Passwort (Key) des WLAN Netzwerkes
Mode for network configuration Auto (DHCP Client); Manual config Verschiedene Konfigurationsarten für die Integration in das Netzwerk
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der WLAN-Adapter eines Ebee-Ladepunktes nicht für den Aufbau eines eigenen WLAN-Netzwerkes oder zur Verstärkung (Repeater) eines vorhandenen Netzwerkes geeignet ist.

Konfiguration

Wählen Sie zuerst bei dem Connection Type „WLAN“ aus.

Anschließend müssen Sie das WLAN des Ladepunktes einschalten, indem Sie das Feld WLAN enabled auf „On“ setzen. Nach der Aktivierung können Sie - ähnlich wie bei Ihrem Smartphone - den Namen bzw. die WLAN SSID (Service Set Identifier) sowie das WLAN password des Netzwerkes eingeben, mit welchem sich der Ladepunkt verbinden soll. Achten Sie bei bei den Eingaben auf die korrekte Schreibweise sowie auf Groß- und Kleinschreibung.

Hinweis: Namen und Passwort des vorhandenen WLAN-Netzwerks finden Sie auf der Rück-/Unterseite Ihres Netzwerkrouters, falls es nicht geändert wurde. Setzen Sie sich ggf. mit Ihrem Netzwerkadministrator in Verbindung.

Genau wie bei der Ethernet-Verbindung können Sie auch hier beim Netzwerk zwischen der automatischen und der manuellen IP-Adressenvergabe wählen. Hier erfahren Sie, wie Sie den Controller entsprechend konfigurieren müssen.

Speichern Sie Ihre Eingaben abschließend mit Save & Restart ab.

Beispielkonfiguration

Konfiguration mit DHCP:

Nächste Schritte

Konfiguration eines Gateways

Allgemeine Beschreibung

Hier erfahren Sie, wie Sie mehrere Ladepunkte über ein Gateway mit dem Internet/Backend verbinden können. Die einzelnen Ladepunkte sind dabei über Ethernet und einem Switch miteinander verbunden.

Voraussetzungen

  • Mindestens ein Ladepunkt (Gateway) verfügt über ein GSM-Modul und eine SIM-Karte
  • Physische Verbindung der Ladepunkte über Ethernet und Switch ist vorhanden und betriebsbereit.

Übersicht

Parameter Mögliche Werte Beschreibung
Connection Type GSM; Ethernet
WAN router On; Off
Mode for network configuration Manual config; Auto (DHCP Client); DHCP server
Static network configuration IP feste IP-Adresse
Static network config NETMASK feste Netzwerkmaske
Static network configuration gateway fester IP-Adresse des Gateways ins Internet
Static network configuration DNS feste IP-Adresse des Servers für die Namensauflösung

Ethernet Netzwerkkonfiguration

Bei dem sogenannten Gateway handelt es sich um den Ladepunkt, welcher über ein GSM-Modul 1) verfügt.

Szenario 1: Automatische Netzwerkkonfiguration

Ab Firmwareversion 4.60 verfügbar

Mit der Automatische Netzwerkkonfiguration gibt es die Möglichkeit, dass alle Ladepunkte die per Ethernet oder WLAN aneinander angeschlossen sind, mit Hilfe von einer eingebauten DHCP-Server automatisch eine IP-Adresse/DNS und Gateway zugewiesen bekommen. Der DHCP-Server ist dann der Controller, wo die Mode for ethernet configuration auf DHCP-Server aktiviert ist.

Bitte achten Sie darauf, dass falls die Ladepunkte durch die automatische Netzwerkkonfiguration eine IP-Adresse bekommen die willkürlich zugordnet ist, Sie über den Ethernetswitch nicht mehr eindeutig über eine bekannte IP-Adresse zugreifen können auf einem spezifischen Ladepunkt. Ausserdem, falls Sie dies in Kombination verwenden mit dem dynamischen Lastmanagement, besteht das Risiko, dass die Ladepunkte bei einem Ausfall des DHCP Servers, keine IP-Adressen bekommen und somit das dynamische Lastmanagement nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Je nach Konfiguration kann dann durch niemanden mehr geladen werden. Es wird daher empfohlen wenn der DHCP-Server eingeschaltet ist, trotzdem statische IP Adressen zu den Ladepunkten zu vergeben. Der Vorteil ist, das ein, vom Servicetechniker, angeschlossenen Laptop am Ethernetswitch automatisch eine IP-Adresse zugewiesen bekommt im gleichen Netz. Ausserdem spielt der DHCP-Server eine wichtige Rolle bei der Namensauflösung (DNS-Relay) falls per GSM mit einem Backend verbunden wird.

Konfiguration des Gateway-Ladepunktes
  1. Bauen Sie eine Netzwerkverbindung via GSM auf. Eine entsprechende Anleitung finden Sie hier.
  2. Aktivieren Sie den WAN router, indem Sie den Parameter auf „On“ setzen.
  3. Setzen Sie den Parameter Mode for network configuration auf „DHCP server“. Damit wird ein neues Netzwerk für die anderen Ladepunkte erstellt, wobei das Gateway als Router fungiert. Dabei werden alle notwendigen Parameter (wie beispielsweise die IP-Adresse) der übrigen Ladepunkte im Netzwerk durch das DHCP automatisch vergeben.
  4. Speichern Sie die Einstellungen mit „Save & Restart“ ab.

Als DHCP-Server nimmt der Controller automatisch die folgenden Parameter an:

  • IP-Adresse: 172.16.23.1
  • Subnetzmaske (SubNetMask): 255.255.255.0
  • Gateway: 172.16.23.1
  • DNS (DomainNameServer): 172.16.23.1
  • Bereich der IP-Adressen, die an die übrigen Ladepunkte (clients) automatisch vergeben werden: 172.16.23.100-172.16.23.254. Das heisst, Sie können fur eine statische Zuweisung den Adresbereich 172.16.23.2-172.16.23.99 nehmen.

Achtung: Bei älteren Software Versionen (4.60 - 4.63) war die IP Adresse noch 172.42.23.x anstatt 172.16.23.x
Prüfen Sie daher zuerst die Software Version, bevor Sie Änderungen durchführen wollen.


Konfiguration der übrigen Ladepunkte (clients)

Wie hieroben erklärt, raten wir ab von einer automatische Konfiguration und empfehlen Szenario 2: manuelle Netzwerkkonfiguration

  1. Setzen Sie überall den Connection Type auf „Ethernet“.
  2. Deaktivieren Sie den WAN router dieser Ladepunkte.
  3. Setzen Sie den Parameter Mode for network configuration auf „Auto (DHCP Client)“. Stellen Sie ausserdem sicher, dass es trotzdem keine Adresskonflikten in Ihrem Netzwerk geben kann. Hinweise zur Konfiguration der entsprechenden Parameter finden Sie hier.
  4. Speichern Sie die Einstellungen mit „Save & Restart“ ab.

Beispielkonfiguration:

Gateway

Clients

Szenario 2: Manuelle Netzwerkkonfiguration

Hierbei werden die Netzwerkparameter der einzelnen Ladepunkte manuell eingegeben.

  • Um Konflikte mit dem DHCP-Server zu vermeiden, wählen Sie eine IP-Adresse die zwischen 172.16.23.2 und 172.16.23.99 liegt.
  • Der Gateway und DNS Server ist die IP-Adresse des DHCP-Servers: 172.16.23.1

Konfiguration des Gateway-Ladepunktes

  1. Bauen Sie eine Internetanbindung via GSM auf. Eine entsprechende Anleitung finden Sie hier.
  2. Aktivieren Sie den WAN router, indem Sie den Parameter auf „On“ setzen.
  3. Setzen Sie den Parameter Mode for network configuration auf „Manual config“.
  4. Tragen Sie bei der Static network configuration IP die IP-Adresse des Ladepunktes ein. Diese kann beliebig gewählt werden, muss aber mit 192.168. beginnen (beispielsweise 192.168.124.140).
  5. Tragen Sie bei der Static network config NETMASK die Subnetzmaske 255.255.255.0 ein.
  6. Lassen Sie das Feld Static network config GATEWAY leer.
  7. Tragen Sie bei Static network config DNS beispielsweise 192.168.17.1 ein.
  8. Speichern Sie die Einstellungen mit „Save & Restart“ ab.
Hinweis: Sie sollten Ihre Eingaben unbedingt dokumentieren!

Konfiguration der übrigen Ladepunkte (clients)

  1. Setzen Sie überall den Connection Type auf „Ethernet“.
  2. Deaktivieren Sie den WAN router dieser Ladepunkte.
  3. Setzen Sie den Parameter Mode for network configuration auf „Manual config“.
  4. Tragen Sie bei der Static network configuration IP die gewünschten IP-Adressen des jeweiligen clients ein. Alle Adressen müssen in den ersten drei Zahlenblöcken identisch untereinander und zum Gateway sein. Der letzte Block kann jeweils zwischen 1 und 254 frei gewählt werden. Dabei darf jede Nummer nur genau einmal vergeben werden. Insgesamt können also theoretisch maximal 253 Ladepunkte mit einem Gateway verbunden werden.
  5. Tragen Sie bei der Static network config NETMASK die Subnetzmaske 255.255.255.0 ein. Diese muss mit der des Gateways übereinstimmen.
  6. Tragen Sie bei Static network config GATEWAY die IP-Adresse des Gateways ein (also hier 192.168.124.140).
  7. Tragen Sie bei Static network config DNS beispielsweise 192.168.17.1 ein. Dieses muss mit dem des Gateways übereinstimmen.
  8. Speichern Sie die Einstellungen mit „Save & Restart“ ab.
Hinweis: Sie sollten Ihre Eingaben unbedingt dokumentieren!

Beispielkonfiguration:

Gateway

Clients

Nächste Schritte

Sonderfall Doppelladesäule

Allgemeine Beschreibung

Auch hier fungiert einer der Controller als Gateway. Allerdings erfolgt die Kommunikation zwischen dem Gateway und dem anderen Ladepunkt via USB und nicht über Ethernet.

Voraussetzungen

  • Beide Controller sind via USB miteinander verbunden
  • Der Gatewaycontroller verfügt über ein GSM-Modul und eine SIM-Karte

Übersicht

Parameter Mögliche Werte Beschreibung
Connection Type GSM; USB
USB Additional fixed IP
USB Additional fixed Gateway

Konfiguration

Bei dem sogenannten Gateway handelt es sich um den Ladepunkt, welcher über ein GSM-Modul sowie eine SIM-Karte verfügt.

  1. Konfigurieren Sie zuerst für den Gateway-Ladepunkt die Internetanbindung via GSM. Eine entsprechende Anleitung finden Sie hier.
  2. Aktivieren Sie für diesen Ladepunkt den WAN router, indem Sie den Parameter auf „On“ setzen.
  3. Tragen Sie bei USB Additional fixed IP
  4. Tragen Sie bei USB Additional fixed Gateway
  1. Setzen Sie beim anderen Ladepunkt den Connection Type auf „USB“.
  2. Deaktivieren Sie den WAN router dieses Ladepunktes
  3. Tragen Sie bei USB Additional fixed IP
  4. Tragen Sie bei USB Additional fixed Gateway

—-


OCPP Master/Slave

Zwei Ladepunkte können in einem sogenannte OCPP Master/Slave Modus funktionieren.

Hierdurch wird die Backendverbindung auf dem OCPP Master mitverwendet durch den OCPP slave. Die Vorteile von diesem Betriebsmodus sind:

  • Nur eine Simkarte wird benötigt für zwei Ladepunkte
  • Verwaltungsaufgaben werden vereinfacht. Zum Beispiel braucht man bei einem Firmwareupdate nicht zwei getrennte Update-Befehle zu geben.

Backendseitig werden die zwei Ladepunkte als ein Einheit betrachtet mit zwei sogenannten Connectors: Connector 1 und Connector 2

Üblicherweise werden die Ladepunkte per Micro-USB Kabel mit einander verbunden. Der Micro-USB Stecker steckt hierbei im OCPP Master (Der Ladepunkt mit der GSM Funkverbindung) und die andere grösseren USB Stecker steckt im OCPP Slave.

Folgende Einstellungen2) werden benötigt:

Einstellung OCPP Master OCPP Slave
Manufacturer Einstellung
Master/Slave Mode Master Slave
Operator Einstellungen
Connection Type USB
OCPP Mode OCPP-B 1.6
Hostname (Binary OCPP) 192.168.125.124
BinaryOCPPPort_tcpip 1600

Wenn nicht USB, sondern Ethernet als Verbindung zwischen OCPP Master/Slave verwendet wird, muss am OCPP Slave als Connection Type nicht USB, sondern Ethernet angegeben werden, sowie der Hostname die dem OCPP Master entspricht.

Falls Sie den Controller in einem OCPP Master bzw. OCPP Slave konfiguriert haben, müssen Sie den Controller neustarten um die Änderungen wirksam zu machen.

Falls eine Backendverbindung auf dem OCPP Master konfiguriert ist, wird, Solange der OCPP Master nicht mit einem Backend verbunden ist, eine Verbindungsversuch vom OCPP Slave zum OCPP Master abgelehnt. Erst wenn der OCPP Master selber verbunden ist, wird der OCPP Slave akzeptiert.

1)
mit eingesteckter SIM-Karte
2)
Nur wenn USB als Verbindung benutzt wird zwischen OCPP Master und OCPP Slave und eine Software Version älter als 4.65 eingesetzt wird, muss zusätzlich noch folgende Operatoreinstellung auf dem Master vorgenommen werden: USB additional IP Address: 192.168.125.124
Spätere softwareversionen machen dies automatisch.
network.txt · Zuletzt geändert: 2020/09/14 17:15 von mni